Nach der ARD hat am Donnerstag auch das ZDF seinen Ausstieg aus der Live-Berichterstattung von der Tour de France angekündigt. Das ist ärgerlich für alle Radsportfans, welche das Ereignis auf hohem Niveau im TV verfolgen wollten, aber letztlich die einzige vernünftige Konsequenz. Seltsam nur, dass die Europäische Rundfunk Union (EBU), der auch ARD und ZDF angehören, die Verträge mit Tour-Veranstalter ASO bereits im Sommer bis 2011 verlängert hat. Auf Grundlage der andauernden Betrügereien wäre es mehr als wünschenswert, nicht nur auf die Berichterstattung zu verzichten, sondern auch für nicht genutzte Übertragungsrechte nicht zu zahlen. Aber immerhin, die Berichterstattung hat auch entscheidenden Einfluss auf die Bereitschaft von Sponsoren und Werbepartnern, in die Tour zu investieren.
25 Offshore Windparks gibt es bereits in Europa. Nach einer aktuellen Studie von Greenpeace lassen sich allein durch die effektive Nutzung der Windenergie in der Nordsee 71 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Das Greenpeace-Konzept sieht vor, dass der Strom in einem Verbund von Offshore-Windparks der sieben Nordsee-Anrainer-Staaten in einem gemeinsamen Verbund erzeugt wird. Durch die Vernetzung ließen sich demnach lokale Schwankungen in der Stromerzeugung ausgleichen. Das Netzt der Windenergieanlagen müsste Greenpeace zufolge auf einer Länge von 6.200 Kilometern Länge ausgebaut werden. Die Kosten dafür sollen zwischen 15 und 20 Milliarden Euro liegen. Gemessen an der erzeugten Strommenge eine preiswerte Angelegenheit.
Das vielfach diskutierte iPhone-Hologramm von Design-Ikone David O´Reilly war nicht echt. Auf seiner Homepage erläutert der Ire, das es sich dabei lediglich um einen Entwurf gehandelt habe, wie so etwas aussehen könnte. Zuvor hatte er erläutert, wie die Technik funktioniert, die auf dem iPhone-Display für einen dreidimensionalen Eindruck sorgt.
Darüber hinaus produzierte er ein Hologramm-Video, dass die Illusion eindrucksvoll abbildete und binnen kürzester Zeit Zugriffsrekorde erreichte. In der Szene entbrannte ein Streit, ob es sich um eine echte Anwendung oder einen Fake handelt. Nun hat O´Reilly der Diskussion selbst ein Ende gesetzt. Er habe nur eine Idee abbilden wollen, die er hatte. Er sei ein Mensch mit vielen Ideen, aber kein “Hardcore-Programmierer”.
Wer sich gesund ernähren will, sollte auf Bio-Produkte setzen. Die sind nicht nur gesünder, sondern vielfach auch schmackhafter, als Obst, Gemüse und Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft. Dem Klimaschutz hingegen hilft Bio nur bedingt. Zu diesen Ergebnis kommt die foodwatch Klimastudie 2008. Demnach ist die Landwirtschaft in Deutschland für mehr als 13 Prozent der ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Während der ökologische Landbau durch den Verzicht auf klimaschädliche Dünger einen großen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leiste, sei die Fleisch- und Milchproduktion und insbesondere die Rinderzucht ein großer Verursacher von klimaschädlichen Gasen. Dabei sei die ökologische Rinderzucht auf Heu sogar noch schädlicher für das Klima, als die konventionelle Tierhaltung auf Betonböden. Einen echten Ausweg biete nur die deutliche Reduzierung des Fleischkonsums in Deutschland. Darüber hinaus fordert foodwatch eine Landwirtschaft ohne Biosprit, teurere Preise für Fleisch- und Milchprodukte sowie Umweltabgaben und Emissionssteuern statt Subventionen. Dann allerdings können der Agrarsektor einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Sonnabend, 23. August 2008, das Wetter ist ziemlich wechselhaft, die Stimmung ziemlich gut. In Uelzen hat sich “die beste Band der Welt” zum Gastspiel angesagt. Wir haben einen Spitzenplatz mit prima Sicht auf die Bühne ergattert. Um uns rum ein buntes Publikum in bester Laune. Die Spannung steigt. Als dann jedoch endlich der Vorhang fällt wird mir schlecht. Was ist los? Ich kann nicht mehr richtig gucken. Alles wackelt: Bühne, Himmel, Haare, Rücken, Füße. Ich presse die Augen zu, öffne sie wieder, doch das Gewackel hält an. Ich blicke zur Seite: besser! Blick zur Bühne: Vor mir steht eine junge Frau und reckt ihren Arm in die Höhe. Ihre Hand umklammert eine Digitalkamera. Auf dem Display schaukelt alles. Ach so, ich bin beruhigt. Mit meiner Wahrnehmung ist also noch alles im Lot. Die junge Frau filmt unterdessen fleißig weiter. Nach zwanzig Minuten dasselbe Bild: die Menge tobt und mitten drin schaukelt ein aufrechter Arm herum. Wahnsinn, dass die das durchhält. Aber,warum tut die das? Zugegeben, sie ist zwei Köpfe kleiner als ich, die Sicht von da unten vielleicht nicht ganz so gut. Aber, will die sich das Gewackel zuhause “in Ruhe” ansehen, oder was? Ich bin mir sicher, das Konzert in echt, wär geiler gewesen.
Agnostic Front! Na, wenn das kein Knaller ist. 25 Jahre nach ihrem “United Blood”-Debüt melden sich die NYC-Hardcore-Giganten mit einem neuen Album zurück. Und ein erstes Reinhören auf der Website der Band bestätigt: Die Jungs um Roger Miret und Vinnie Stigma haben immer noch reichlich Wut im Bauch. Das neue Album “Warriors” setzt da an, wo “Riot, riot upstart” 1999 aufgehört hat: Fette Hymnen und amtliches Hardcore-Geballer. Keine Frage, das Konzert in der Faust war ein Pflichttermin! Den Anfang machten die Radio Dead Ones aus Berlin. Und die machten ihre Sache ordentlich. Doch das Publikum schien ungeduldig – warten auf die großen Agnostic Front. Würden Sie die Erwartungen erfüllen? Hätten sie noch die HC-Power der 80er? Hatten sie! “Anthem”, “Riot, riot upstart”, das neue “For my family” und natürlich die Hymne “Gotta Go!” – ich hatte ein Dauergrinsen im Gesicht, konnte meine Füße nicht stillhalten und konnte mich selbst auch über den seit Jahren gepflegten Lokalpatriotismus der New Yorker nicht ärgern. Das Einzige was mich ärgerte, war das unverhoffte Ende der Show. Nach 40 Minuten war Feierabend. Licht an, und ein paar Konservenklänge von Vinnie Stigmas Soloprojekt. Was soll´s – nächstes Mal, bin ich wieder dabei, wenn die Altmeister zum Moshen bitten.
In der Bezirksliga Hamburg West haben sich die “Roten Teufel vom Butterberg” in der vergangenen Saison einen respektablen vierten Platz erkämpft. Noch besser lief es für die Umkleidekabinen der Elmshorner Kicker. Im bundesweiten Wettbewerb setzten sich die 28 Jahre alten Räume als ekligste Umkleideräume gegen die harte Konkurrenz des SV Güldendorf (Brandenburg) und der Sportfreunde Ittendorf/Ahausen (Baden-Würtemberg) durch. Verschimmelte Fliesen, Duschen aus der Vorkriegszeit und eine reichhaltige Kleintierfauna bescherten dem SV den mit 20.000 Euro dotierten Sieg. Gestiftet wurde der Betrag zur Renovierung der heruntergekommenen Räumlichkeiten von einem Unternehmen, das Mittel gegen Fußpilz verkauft.
Ein Bürostuhl, ein Rasenmähermotor und eine Fahrradbremse – das ist das Material, aus dem in Südhessen die Träume der Halbstarken geschmiedet sind. Aus den genannten Utensilien zimmerten zwei Jugendliche am Wochenende ein probates Gefährt und knatterten damit durch die Straßen von Groß-Zimmern. Während ihre Eltern die Gassen der Heimatgemeinde vermutlich noch auf einer ordinären Kreidler-Florett unsicher machten, bewiesen die beiden 17-Jährigen nicht nur Abenteuerlust, sondern auch noch erfinderisches Talent. Auf Amtsdeutsch heißt das: Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Verstoß gegen die Abgaben- und Zulassungsverordnung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.